Heimspiel gegen Wolfsburg

15. Mai 2012

Am vergangenen Samstag stand der letzte Spieltag der Saison 2011/2012 an. Die Zeit vor der Sommerpause wollten wir noch einmal nutzen, um unsere Initiative weiter publik zu machen und ein deutliches Bekenntnis abzugeben. Die Drähte und Köpfe liefen in den vergangenen Wochen heiß. Wichtig ist es für uns weiterhin das Stadionpublikum zu sensibilisieren. Was passt da besser als die Zufahrtsstraßen Richtung Bad Cannstatt mit dem Motto “Pro altes VfB-Wappen” zu verschönern. Unzählige Spruchbänder und Wappen zierten seit den frühen Morgenstunden dieses Samstags die Straßen rund um die Landeshauptstadt. Ein eindeutiges Zeichen und kaum einem Auto das in die Landeshauptstadt fuhr dürfte die Initiative entgangen sein.

Ein großes Dankeschön geht auch an das Commando Cannstatt, dass die großartige Choreographie im Neckarstadion nutzte, um nochmals eindeutig auf das alte, traditionelle Wappen hinzuweisen. Zudem gab es das von uns bekannte “Ein Verein – Eine Geschichte – Ein Wappen”-Banner sowie der Hinweis auf unsere Internetseite.

Nun ist es natürlich wichtig die nächsten Wochen und Monate bis zur Mitgliederversammlung gut rumzubringen und das Thema am Leben zu erhalten. Wir haben da schon einige Ideen im Hinterkopf, freuen uns aber natürlich auch über jegliche Anregung von Euch! Seid gespannt und lasst uns Eure Ideen zukommen.

Eure Initiative Pro altes VfB-Wappen

Weitere Bilder zu Samstag findet Ihr auch auf www.cannstatter-kurve.de

Interview

02. Mai 2012

Hallo liebe Unterstützer,

für das Infozine „kleeBLATTstadt 907 (KBS)“ der Gruppe Stradevia 907 der SpVgg Fürth standen wir in einem Interview Rede und Antwort.
Danke an Stradevia 907 für die Genehmigung zur Veröffentlichung des Interviews!

KBS: Hallo! Zunächst möchten wir uns bei euch bedanken, dass ihr euch die Zeit nehmt unseren Lesern einen Einblick in eure Initiative zu gewähren.
Erzählt uns doch als erstes, wie sich das VfB-Wappen über die Jahre verändert hat und mit welchem Hintergrund der Verein dies tat?

Pro Altes VfB-Wappen: Das Wappen des VfB war schon immer gewissen Änderungen unterworfen. Man kann die Geschichte der Wappen dabei grob in drei Phasen gliedern. Von 1910-1946 trat der VfB mit dem Wappen des Hauses Württemberg auf den Trikots auf. Als Treuebekenntnis zum König und der württembergischen Heimat trugen die Mannen traditionsbewusst die schwarzen Geweihstangen auf gelbem Grund.

Ab 1949 ist der VfB ein gewachsener Verein und besitzt das Selbstbewusstsein sowohl die drei Buchstaben des Vereinsnamens, das Gründungsdatum des Vorgängervereins FV Stuttgart 1893 und das Bekenntnis zur Heimat Württemberg im Wappen zu vereinen. Diese Vereinheitlichung bleibt bis in die 1990er Jahre. Zwar gab es auch in dieser Phase leichte Veränderungen am Wappen (besonders der Abstand zwischen den Zahlen usw), aber dieses Zusammenspiel der drei Elemente Schriftzug, Jahreszahl und Württemberg wurde immer beibehalten.

Nach 1994 veränderte sich das VfB-Wappen. Die Geweihe wurden verformt und die Farbe der Umrandung verändert. In den Folgejahren wird zudem die Zahl 1893 durch den Stadtnamen Stuttgart ersetzt. Auch der schnörkelige Schriftzug VfB verliert an Form und Wirkung. Heraus kam ein Wappen, das Anforderungen des Marketings entspricht.

Begründet wurde dieser – in der Fanszene schon von Beginn an umstrittener – Schritt damit, dass der VfB jetzt den asiatischen Markt erobern wolle. Dies gehe nur, wenn der Name Stuttgart, die durch ihre wirtschaftliche Entwicklung und Standort verschiedenster Industriegrößen bereits in Asien bekannt war, im Wappen auftaucht und man somit den Bezug des VfB zu Stuttgart herstellt. Heute kann man konstatieren, dass der asiatische Markt nun nicht gerade vom VfB erobert wurde und auch in Shanghai nicht jedes kleine Kind im VfB-Trikot rumrennt. Sogar die heutigen Marketingverantwortlichen des VfB bezeichnen diese damalige Begründung heute als vorgeschoben.

KBS: Vor gut eineinhalb Jahren trat die Initiative zum ersten Mal in Erscheinung. Was waren die Beweggründe nun offensiv für das traditionelle VfB-Wappen zu kämpfen und von welchen Gruppen ging dies aus?

Pro Altes VfB-Wappen: Das Thema zur Rückgewinnung des Wappens ist in der VfB-Fanszene schon so alt wie die Veränderung. Früh nach dem schleichenden Veränderungsprozess fanden sich erste lose Initiativen. Das Engagement war vorhanden und es gab unter dem damaligen Präsidenten Meyer-Vorfelder sogar das Versprechen, dass die Veränderung des Wappens zurückgenommen wird. Leider hielt der Präsident nicht sein Wort. Das Thema war auch in den Folgejahren immer in Bad Cannstatt präsent. Allerdings fehlte eine Initiative, die das Thema in die Hand nahm. Die Sommerpause 2010 war dann der Startschuss für die Initiative, die aus Mitgliedern des Schwabensturm 02 hervorging. In vielen Gesprächen in der Sommerpause wurde deutlich, dass dieses Thema weiter ein ganz wichtiges ist und endlich noch einmal in den Fokus gerückt werden soll. Seit der letzten großen Änderung ist über ein Jahrzehnt vergangen. Gerade viele junge VfB-Fans haben das traditionelle Wappen nicht mehr erlebt und sind mit dem neuen marketingorientierten Wappen groß geworden. Uns wurde bewusst, dass wir vielleicht zu diesem Zeitpunkt die letzte Chance haben nochmals mit einer gebündelten Aktion und einer gewissen Ausdauer unser Ziel zu erreichen.

KBS: Sind seit dem Startschuss weitere Gruppen bzw. auch Einzelpersonen der Initiative beigetreten und wie kann man sich die Arbeitsaufteilung innerhalb von „Pro Altes VfB-Wappen“ vorstellen?

Pro Altes VfB-Wappen: Vor dem Heimspiel gegen Leverkusen in der Saison 2010/2011 veröffentlichten wir unser erstes Schreiben, das an den Fanausschuss des VfB Stuttgart und die Offiziellen Fanclubs (OFCs) herangetragen wurde. Für uns war von Beginn an klar, dass dies keine Aktion aus der Ultrasszene sein soll, sondern wir für einen Erfolg eine breite Basis der VfB-Fans benötigen. Dies haben wir auch stets deutlich so kommuniziert. Schnell fanden sich viele OFCs, die uns aktiv unterstützt haben. Die Initiative wird momentan federführend weiter von Mitgliedern des Schwabensturm 02 betrieben, in den vergangenen Monaten kam zudem eine Unterstützung durch das Commando Cannstatt zu Stande. Die Absprache untereinander funktioniert reibungslos. Die Gruppen informieren sich gegenseitig wenn Aktionen anstehen und es gibt regelmäßige Besprechungen welche Aktionen in der nächsten Zeit anstehen. Außerhalb dieser beiden Gruppen ist die Unterstützung relativ überschaubar. Einige Einzelpersonen beteiligten sich zwar auch an der Unterschriftensammlung, aber viele Fans und Fanclubs warten momentan eher ab, wie sich das Ganze entwickelt.

KBS: Eines eurer Ziele ist es 25.000 Unterschriften zu sammeln. Aktuell habt ihr davon 95% erreicht. Welcher Hintergrund steckt hinter dieser Unterschriftensammlung?

Pro Altes VfB-Wappen: Inzwischen haben wir die 100% sogar voll gemacht . Zur Beantwortung müssen wir ein wenig weiter ausholen. In der Hinrunde der Saison 2010/2011 sammelten wir schon das ein oder andere Mal sporadisch Unterschriften für das alte Wappen. Dabei kamen knapp 1.000 zusammen. Auf Grund der katastrophalen sportlichen Situation des VfB legten wir die Initiative in der Rückrunde 2010/2011 aber auf Eis. Wir haben immer betont, dass wir gemeinsam mit dem Verein ausloten wollen, welche Möglichkeiten zur Rückkehr zum alten Wappen es gibt. Deshalb setzten wir den Fokus in besagter Rückrunde auf den Kampf um den Klassenerhalt und wollten nicht weiter auf Nebenkriegsschauplätze setzen. Nachdem der Klassenerhalt am vorletzten Spieltag perfekt gemacht wurde, begannen aber unsere Planungen für eine Art Neustart. Viele Ideen wurden zusammengetragen und auch immer wieder die Frage aufgeworfen, wie dem Verein gezeigt werden kann, dass es eben nicht nur wenige hundert VfB-Fans sind, die sich für das traditionelle Wappen aussprechen. Die Idee der Unterschriftensammlung kam schnell wieder auf nur dieses Mal mit einem konkreten Ziel formuliert, um die oftmals lethargische Fanszene des VfB Stuttgart aufzuwecken. Damit stellte sich die nächste Frage: Was ist realistisch? Wie viele Fans können wir zu einer Unterschrift bewegen? Uns war klar, dass es ein deutliches Zeichen sein muss. Da bei einer potentiellen Abstimmung unter den Mitgliedern eine Mehrheit für das traditionelle Wappen zusammenkommen sollte, gingen wir von der aktuellen Mitgliederzahl des VfB aus. Diese lag in der Sommerpause 2011 zwischen 40.000 und 45.000. Also rundeten wir etwas auf und kamen auf 25.000 zu erreichenden Unterschriften. Nach etwas holprigem Start wurden uns bald deutlich, dass das Ziel nicht unrealistisch ist und durchaus erreicht werden kann. Beim Heimspiel gegen Mainz sammelten wir die 25.000. Unterschrift. Diese beeindruckende Zahl blieb natürlich auch dem VfB nicht verborgen. Das Ziel, die Verantwortlichen im Verein für dieses Thema zu sensibilisieren wurde voll erreicht. Ein großer Teil der VfB-Fans steht hinter der Initiative und unterstützt sie.

KBS: Anhand dieser Zahlen sieht man, dass nicht nur ihr hinter diesem Vorhaben steht. Gibt es aber auch kritische Stimmen aus den Reihen der Anhänger die das neue Wappen z.B. schöner finden bzw. andere Themenfelder als wichtiger betrachten?

Pro Altes VfB-Wappen: Kritische Stimmen gibt es natürlich und auch die Auseinandersetzung mit diesen Meinungen ist für uns sehr interessant. In den Gesprächen machen wir deutlich, dass die Schönheit des Wappens nicht das ausschlaggebende Argument sein kann (zumal das traditionelle Wappen besser aussieht ). Es geht darum, dass in Zeiten von Produkten und Krankheiten wie Hoffenheim und RB Leipzig, unsere Vereine ein Zeichen setzen und sich auf die Tradition besinnen und die Geschichte wertschätzen. Diese Möglichkeit der Abgrenzung gegen den modernen Fußball muss genutzt werden. Wir fordern vom VfB ein klares Bekenntnis zu seiner Tradition und zur Geschichte. Das Wappen ist eines der Aushängeschilder eines Vereins. Es darf nicht für Marketingzwecke missbraucht werden. Es erzählt die Geschichte des Vereins für Bewegungsspiele 1893. Diese Argumente versuchen wir den kritischen Stimmen deutlich zu machen. Um mal eine Einordnung zu geben: Auf 10 angesprochene Personen für Unterschriften, sprechen sich etwa 7 für das Wappen aus und 3 stehen der Initiative eher kritisch gegenüber oder wissen nicht einmal, dass der VfB sein Wappen geändert hat. Wir sehen uns in diesem Bereich also auf einem ganz guten Weg.

KBS: Bei der Unterschriftensammlung muss man auch mit angeben, ob man Mitglied im Verein ist oder nicht. Wie wichtig ist es aus eurer Sicht als aktive Szene Mitglied im Verein zu sein?

Pro Altes VfB-Wappen: Wir sehen es als sehr wichtigen Punkt Mitglied im Verein zu sein und werben dafür auch aktiv. Nur als Mitglied wird es letztlich die Möglichkeit geben über das Wappen abzustimmen. Aber es geht natürlich auch über das Wappen hinaus. Die einzige Möglichkeit Veränderungen in einem Verein durchzuführen gelingt über die Mitgliedschaft – schließlich ist die Mitgliederversammlung das höchste Organ. Um Änderungen wirklich herbeiführen zu können, ist es wichtig, dass die Unterstützer auch Mitglieder im Verein sind. Nur dann hat man realistische Chancen etwas zu verändern und nicht nur über „die da oben“ zu meckern.

KBS: Gebt uns doch mal einen kleinen Überblick über eure Aktionen, die ihr im Stadion durchgeführt habt (Choreos, Spruchbänder, Infostände, usw.).

Pro Altes VfB-Wappen: Vor dem offiziellen Startschuss beim Heimspiel gegen Leverkusen in der Saison 2010/2011 gab es zu Saisonbeginn eine kleinere Aktion in Mainz unter dem Motto „Denn Tradition muss Sieger sein!“. Beim oben genannten Spiel gegen Leverkusen hing in der Untertürkheimer Kurve (auf Grund des Umbaus des Neckarstadions die damalige „Heimkurve“) schon zur Stadionöffnung ein Spruchband, das auf die Initiative hinwies. Seit dem gibt es zu den meisten Heimspielen Spruchbänder in unterschiedlicher Form, diese alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Etwas größer angelegt waren die Choreographien für das alte Wappen. Beim Spiel in Hamburg in der Saison 2010/2011 gab es eine Choreo für die Wahrzeichen der Geschichte des VfB: Neben den Vereinsfarben weiß und rot war auch der für Stuttgart klassische Brustring und natürlich das traditionelle Wappen zu sehen. Eine weitere etwas größere Aktion fand vor einigen Wochen bei unserem Auswärtsspiel in Hannover statt. Der komplette Block wurde mit Pappwappen mit dem traditionellen Wappen ausgefüllt und gab so ein deutliches Bekenntnis ab.

Eine weitere erwähnenswerte Aktion fand im Herbst 2010 statt. Viele Fanclubs hatten auf ihren Zaunfahnen unterschiedliche Wappen verwendet. Wir boten den OFCs an gemeinsam mit ihnen Zaunfahnen und Schwenkfahnen mit dem aktuellen Wappen zu versehen. Das Angebot wurde allerdings kaum genutzt – denn die Fanclubs selbst passten ihre Fahnen an! Inzwischen sind die Zaunfahnen, Doppelhalter und Schwenkfahnen – mit ganz wenigen Ausnahmen – mit dem alten, traditionellen Wappen versehen. So zeigt unsere Kurve eindeutig ein Bekenntnis zum Traditionswappen des VfB.

Seit dieser Saison sind wir auch mit Infoständen in der Cannstatter Kurve aktiv. Durch den Umbau des Neckarstadions ergab sich die Möglichkeit mit der Initiative im Fanstand präsent zu sein und einen dauerhaften Anlaufpunkt zu schaffen. Dort haben alle Besucher der Cannstatter Kurve vor dem Spiel die Möglichkeit Fragen zu stellen, sich über aktuelle Themen aus der Initiative zu informieren oder ihre Unterschrift für das alte Wappen abzugeben.

KBS: Neben den Aktionen im Stadion wart ihr auch in der Stadt aktiv. So habt ihr auch dort mit Infoständen über euer Anliegen informiert. Gab es weiterer solcher Aktionen um auch die nicht VfB Anhänger in Stuttgart zu erreichen?

Pro Altes VfB-Wappen: Zunächst richteten wir unseren Fokus auf den Stadtteil Bad Cannstatt in dem der VfB beheimatet ist. Neben den von Euch bereits erwähnten Infoständen setzten wir einen Schwerpunkt auf die dort ansässigen Kneipen. Wer schon einmal an Spieltagen durch unseren Stadtteil gelaufen ist hat dort mit Sicherheit die große Anzahl an Kneipen gesehen, die sich durch Fahnen dem VfB verbunden fühlen. Diese Kneipen sind DIE Anlaufpunkte der VfB-Fans. Umso wichtiger war es, dort präsent zu sein. Um die Initiative bei den Wirten bekannt zu machen setzten wir einige Kneipenabende an. Allen Wirten schenkten wir neben diversen Unterschriftenlisten eine Fahne mit dem alten Wappen und dem Link auf www.pro-altes-vfb-wappen.de. Die Resonanz dabei war echt beeindruckend, keine Diskussionen und kein Wirt lehnte es ab, die meisten sprachen uns Mut zu und hielten es für eine Selbstverständlichkeit Unterschriften für uns zu sammeln. Somit waren und sind wir in Bad Cannstatt selbst also durchaus in Erscheinung getreten.

Was die Stadt Stuttgart angeht blieben wir auch nicht untätig. Schon in den ersten Monaten starteten wir eine Flyeroffensive und legten diese in zig Geschäften, Bars, Kneipen, Kinos, Kultureinrichtungen und sonstigen Institutionen aus.

Da dies aber nun schon auch einige Zeit her war und wir langsam in die entscheidende Phase der Initiative kommen, gab es vor ein paar Tagen eine Art Flashmob durch die Stuttgarter Innenstadt. Dort präsentierten wir mit Fahnen und Gesängen auf bunte Art und Weise die Initiative und stellten den zahlreichen Passanten uns und unsere Ansichten vor. Auch dort war die Resonanz zum großen Teil richtig positiv – darauf lässt sich mit Sicherheit weiter aufbauen.

KBS: Sicherlich werden auch die Medien von eurer Initiative mitbekommen haben. Wie sieht die Berichterstattung diesbezüglich aus, eher positiv oder negativ?

Pro Altes VfB-Wappen: Auch bei der Medienpräsenz hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Zu Beginn wurde die Initiative wohl eher belächelt und nicht für ganz ernst genommen – besonders auch durch das Einstellen zur Rückrunde 2010/2011 gab es deswegen nicht wirklich eine große Präsenz. Dies hat sich jetzt gewandelt. Gerade die Stuttgarter Zeitung und das Stuttgarter Wochenblatt haben mit großen und für uns durchaus positiven Artikeln auf die Initiative hingewiesen. Zudem gab es weitere Anfragen, allerdings alle aus der Region Stuttgart. Aber auch im Haller Tagblatt gab es nach unserer Diskussionsrunde dort einen interessanten Artikel. Es liegt sicher auch an uns noch aktiver auf die Medien zuzugehen. Vom Rundfunk wurde uns allerdings beispielsweise relativ deutlich gemacht, dass das Thema keine Relevanz hat und kein Interesse an einer Berichterstattung aktuell gibt. Vielleicht ändert sich dies aber auch in den kommenden Wochen.

KBS: In den letzten Wochen gab es mehrere Diskussionsrunden in Stuttgart und Umgebung. Wie viele Personen habt ihr mit den Runden erreicht und wie fällt euer Fazit über diese Abende aus?

Pro Altes VfB-Wappen: Insgesamt führten wir 4 dieser Diskussionsrunden in allen Teilen von Württemberg durch. Wir setzten uns vorab mit den großen OFCs dieser Regionen in Verbindung und organisierte so in Oberschwaben, in der Heilbronner Gegend und in Schwäbisch Hall drei Termine, sowie einen großen Abschlusstermin in Stuttgart. Das Fazit fällt komplett unterschiedlich aus. Bei den ersten Abenden in Oberschwaben und Heilbronn war die Schar der Zuhörer noch sehr überschaubar und für uns ein kleiner Rückschlag. Dennoch gab es einige interessante Anregungen für uns. Deutlich positiver verliefen die folgenden Abende. In Schwäbisch Hall war neben knapp 40 VfB-Fans auch wie oben erwähnt die Presse vor Ort. Gerade hier bekamen wir auch von älteren Mitgliedern des VfB große Unterstützung. Dadurch wird deutlich, dass das Thema eben nicht nur die „Jungen“ interessiert, sondern durch die komplette Fanszene des VfB geistert. Die Abschlussveranstaltung in Stuttgart übertraf dann unsere Erwartungen. Der angemietete Raum einer Gaststätte platzte aus allen Nähten, über 100 Interessierte hatten sich eingefunden. Darunter auch einige ältere VfB-Mitglieder, die sich über die Initiative informieren wollten. Kurzzeitig geisterte auch das Gerücht, dass VfB-Präsident Mäuser teilnehmen möchte, dies stellte sich aber als falsche Information heraus. Dafür war bei fast jedem der Treffen einer der VfB-Fanbeauftragten vor Ort. So wollten sich die handelnden Personen beim VfB einen Eindruck von den Diskussionsrunden verschaffen. Insgesamt bleibt ein durchschnittliches Fazit, die zwei schwachen Abende zu Beginn glichen die beiden anderen aus. Für uns war es trotzdem wichtig auch mit den Fans in den Regionen ins Gespräch zu kommen und uns vorzustellen und bekannter zu machen. Dies dürfte mit Abstrichen gelungen sein.

KBS: Wie sehen eigentlich die Reaktionen im Verein aus? Gibt es eine realistische Chance zum alten Wappen zurückzukehren und wenn ja wie wäre dies möglich?

Pro Altes VfB-Wappen: Wenn Ihr uns diese Frage im Herbst 2010 nach einem ersten Treffen mit Marketing-Vertretern des VfB gestellt hättet, wäre die Antwort eine komplett andere gewesen wie jetzt. Dort wurde uns relativ deutlich gemacht, dass es die Chance auf eine komplette Rückkehr zum Wappen nicht gibt und man allenfalls irgendwo Kompromisse finden kann (z.B. die Traditionsmannschaft mit dem Wappen auflaufen zu lassen). Dennoch gab es auch zu dieser Zeit schon Lob für das Engagement und das offene Umgehen mit dem Verein. Zwei Fügungen kann man rückblickend als Wende in der ganzen Geschichte betrachten. Zum einen war der oben bereits erwähnte Abstiegskampf in der Rückrunde 2010/2011. Wie uns mehrfach mitgeteilt wurde, hat es den VfB sehr beeindruckt, dass wir unser Versprechen wahr gemacht haben und die Initiative hinten angestellt haben. Zudem kam es im Sommer 2011 auf einer turbulenten Mitgliederversammlung zur Wahl eines neuen Präsidenten (Gerd Mäuser). Und so sehr er sonst in der Kritik steht (teilweise auch zu Recht!) – aus Sicht der Initiative war das gut. Ein Neuer – bei diesem Thema unbelasteter – der dieses Thema geklärt haben wollte. Dazu kamen der Aufschwung und der große Rückhalt, den unsere Initiative erfuhr. Der Präsident brachte dann über die Presse zum Ausdruck, dass er das Thema mit einer Abstimmung unter den Mitgliedern klären wollte. Vor einigen Wochen kam es zu einem weiteren Treffen zwischen Marketingvertretern und „Pro altes VfB-Wappen“. Dort wurden uns die Vorstellungen des Vereins mitgeteilt wie eine solche Abstimmung ablaufen soll. Inzwischen ist man auch dort der Vorstellung zur Rückkehr zum alten Wappen nicht mehr abgeneigt. Ein für uns riesiger Erfolg, den wir natürlich weiter kritisch begleiten. Der Vorstand möchte das Thema am liebsten in einem Online-Forum für Mitglieder klären und abstimmen, aus unserer Sicht kommt aber eher die Mitgliederversammlung in Frage. Schließlich ist sie das höchste Organ des Vereins. Genauso Gesprächsbedarf besteht noch bei der Abstimmungsprozedur. So erwägt der Verein ein „Mischwappen“ zur Wahl zu stellen, dies kommt aus unserer Sicht aber überhaupt nicht in Frage und widerspricht komplett den Grundeinstellungen der Initiative. Wir bleiben aber natürlich auch bei der Thematik am Ball und sind guter Dinge.

KBS: Zum Abschluss noch eine andere Frage. Am Fankongress haben Vertreter des Commando Cannstatt erwähnt, das in Stuttgart zuerst der Brustring kommt und dann das Wappen. Könnt ihr unseren Lesern vielleicht noch kurz etwas über dessen Bedeutung erzählen und ob es schon mal Versuche gab, diesem vom Trikot zu entfernen.

Pro Altes VfB-Wappen: Der Brustring verkörpert den VfB Stuttgart wie kaum ein anderes Symbol. Er hat in der Fanszene einen sehr hohen Stellenwert und auch beim Verein ist das inzwischen so präsent. So wirbt der VfB aktiv mit dem Brustring und setzt ihn immer wieder in den Fokus. Er ist seit 1925 wesentlicher Bestandteil auch der Trikots, die Idee zu diesem traditionellen Identifikationssymbol hatten damals Jugendspieler des VfB. Seitdem ist der Brustring fester Bestandteil auf den Trikots des VfB. Kein Verein setzte in all den Jahren so konsequent auf dieses Symbol. Dennoch gab es auch Bestrebungen in zu entfernen. So bestritt VfB 1975/1976 die einzige Saison ohne den Brustring. Diese Saison sollte als sportlich schlechteste Spielzeit der Vereinsgeschichte mit dem Abstieg aus der ersten Bundesliga enden. Daraufhin war das Thema ohne Brustring aufzulaufen auch wieder vom Tisch und inzwischen ist er in der Fanszene und bei den Verantwortlichen im Verein als DAS Erkennungsmerkmal des VfB Stuttgart verankert.

KBS: Wir wünschen euch alles Gute für euer Unterfangen und überlassen die letzten Worte euch.

Pro Altes VfB-Wappen: Vielen Dank für die Möglichkeit unsere Initiative auch in Fürth bekannt zu machen! Tradition muss Sieger sein – in Fürth, Stuttgart und überall!

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KBS: Hallo! Zunächst möchten wir uns bei euch bedanken, dass ihr euch die Zeit nehmt unseren Lesern einen Einblick in eure Initiative zu gewähren.

Erzählt uns doch als erstes, wie sich das VfB-Wappen über die Jahre verändert hat und mit welchem Hintergrund der Verein dies tat?

Pro altes VfB-Wappen in Stuttgart

18. April 2012

Einen Tag nach dem glorreichen Heimsieg über Werder Bremen stand der heutige Samstagnachmittag ganz im Zeichen einer weiteren Runde im Kampf für das alte und wahre Wappen des VfB Stuttgart. Um das Anliegen, welches in der Zwischenzeit von mehr als 25.000 Anhängern des VfB unterstützt wird, noch verstärkter in die Wahrnehmung der Landeshauptstadt und seiner vielschichtigen Bewohner zu rücken, sollte es bei typischen Aprilwetter auf die Königsstrasse und den Schlossplatz gehen. Mit ca. 200 Unterstützern aus dem Kreis der aktiven Gruppen rund um das alte Wappen, Fahnen, Doppelhaltern und Spruchbändern konnte in der knapp 90 minütigen Aktion vielen Stuttgartern ein kurzer aber eindrucksvoller Einblick in die aktuellen Bemühungen gegeben werden. Eine Vielzahl an positiven Rückmeldungen die sich auch in einer großen Bereitschaft bei der Unterzeichnung der Unterschriftenlisten wiederspiegelte, waren ein deutliches und gern aufgenommenes Signal, dass es auch ausserhalb des Neckarstadions und seiner Besucher nicht an der nötigen Unterstützung für das alte, traditionelle Wappen des VfB Stuttgart mangelt. Vielleicht war ja tatsächlich auch der ein oder andere Verantwortlicher des Vereins in den Mittagsstunden in Stuttgart unterwegs und hat den lauten Ruf nach Tradition und Geschichte auch hier und heute wieder vernommen. Die Basis an Unterstützern wächst unaufhaltsam weiter. Somit lässt sich zufrieden auf diesen Schritt zurückblicken, weitere werden folgen! Denn Tradition muss Sieger sein!

Altes Wappen – Jetzt!

Pro altes VfB Wappen!

Rückblick Diskussionsrunden

28. März 2012

Die vergangenen Wochen der Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ standen neben dem Unterschriftensammeln ganz im Zeichen der Diskussionsrunden mit den VfB-Fanclubs. Heute wollen wir die Gelegenheit nutzen einen Rückblick auf diese Veranstaltungen zu wagen.
Von Startschuss weg war für uns als Initiative Pro altes VfB-Wappen klar, dass wir gemeinsam mit Verein und vor allem der Fanszene arbeiten wollen. Vom Verständnis her haben wir uns vor allem als Kommunikations-Plattform verstanden, die jeden einbeziehen will, der sich mit der Idee identifizieren kann, dass das VfB-Wappen wieder in altem Glanze erstrahlt. Dazu gehört neben der Ermutigung und dem Lob auch den Platz für kritische Stimmen zu schaffen und in eine Diskussion zu kommen. Nach einem Zwischenfazit in der Winterpause 2011/2012 war für uns klar, dass wir diesen Punkt offensiver angehen wollen, werden und müssen. Aus diesem Grund setzte sich die Initiative zu Beginn des Kalenderjahres 2012 mit verschiedenen OFCs aus den unterschiedlichen Regionen Württembergs in Verbindung, um Diskussionsabende zu veranstalten. Es kristallisierten sich letztlich 4 Termine heraus, mit denen wir einen Großteil von Württemberg abdecken wollten und konnten. Ein Dank geht an dieser Stelle an alle Beteiligten OFCs für die Durchführung und Veranstaltung der Diskussionsabende. Rückblickend liefen die Abende völlig unterschiedlich. Aber werfen wir einen Blick zurück.
Der erste Abend war für den 10. Februar 2012 in der Region Oberschwaben angesetzt. Überrascht vor dem was uns erwarten würde, machten sich zwei vollbesetzte Autos aus Stuttgart auf gen Ringschnait bei Biberach. Im Vereinsheim des OFC Highlander waren wir eingeladen einen interessanten Abend zu verbringen. Dabei blieb es aber letztlich. Zusammengefasst war dieser Abend eine Enttäuschung, da nicht einmal eine Hand voll interessierter VfB-Fans sich zur Veranstaltung einfand. Dennoch präsentierten wir den Anwesenden unseren Vortrag und immerhin gab es mit dem Christian Schmidt, Fanbeauftragter des VfB, noch eine gute und fruchtbare Diskussion. Nach einem guten Essen arbeiteten wir uns durch den Schnee wieder in Richtung Landeshauptstadt.
Der zweite Abend war für den Donnerstag 16 Februar 2012 in Leingarten angesetzt. Der OFC Leintal-Power organisierte für die Region Heilbronn / Unterland die Diskussionsrunde. Nach dem Reinfall – rein aus Sicht der Teilnehmerzahl – in Ringschnait konnte auch dieser Abend unsere hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Zwar waren einige Leute mehr als in Oberschwaben vor Ort, aber so richtig viele waren es dann doch nicht. Dennoch zogen wir natürlich auch hier den Vortrag durch und standen für Fragen und Anregungen jeder Zeit zur Verfügung.
Nach zweiwöchiger Pause führte uns die dritte Etappe am 2. März 2012 Freitag Abends nach Schwäbisch Hall, zum dortigen OFC. Die Sports Bar Spacs begrüßte uns schon frühzeitig und mit Ihr waren schon einige Zuhörer sowie eine Vertreterin des Haller Tagblatt vor Ort. Der Journalistin wurden einige Hintergründe zur Initiative erläutert bevor die große Runde losging. Knapp 30 Unterstützer und Interessenten versammelten sich und lauschten dem Vortrag, stellten einige Fragen, wollten Hintergründe erfahren und sprachen uns nicht zuletzt sehr viel Mut für die nächsten Wochen zu. Für uns war es besonders spannend zu sehen, dass eben viele alteingesessene Fans unsere Initiative und unseren Weg für den richtigen erachten. Der Abend hat gezeigt: „Pro altes VfB-Wappen“ ist eine Kampagne von und für alle Generationen der VfB-Fans! Einige Tage später gab es dann im Haller Tagblatt auch tatsächlich einen Bericht zu diesem Abend. Auch im Nachgang also ein sehr positives Fazit!
So motiviert ging es am 10. März zur großen Abschluss-Veranstaltung in der Region Stuttgart/Esslingen ins Vereinsheim des Stuttgarter Sportclub (SSC). Gerade für diesen Abend hatten wir uns eine hohe Teilnehmerzahl erhofft. Aus Kreise des VfB drang sogar das Gerücht nach außen, dass sich der Präsident des VfB die Ehre geben wird. Nehmen wir es vorweg: Herr Mäuser tauchte leider nicht auf. Stattdessen platzte aber der Nebenraum des SSC schon vor Beginn der Veranstaltung aus allen Nähten. Etwa 70-80 Personen wollten sich an diesem Abend informieren und Fragen stellen. Besonders schön war für uns die Teilnahme eines VfB-Fans der seit 1950 Mitglied im Verein ist und einer der ersten war, der für das alte Wappen unterschrieben hat. Auch dies unterstreicht wieder: Die Thematik des Wappens ist eine Thematik über Generationen hinweg! Nach dem Vortrag tat sich an diesem Abend eine besonders intensive und emotionale Diskussion auf. Ein Dank geht an alle, die sich daran beteiligt haben und für einen sehr lebhaften Abend gesorgt haben! Wir nahmen für unsere Arbeit einige Anregungen, Tipps und Kritik mit auf.
Als Fazit bleiben vier komplett unterschiedliche Abende in unserem Gedächtnis, die uns dennoch alle auf jede Art und Weise etwas für unsere Arbeit mitgegeben haben. Wir gehen auf jeden Fall gestärkt aus den Diskussionsabenden hervor, wir haben gesehen wo wir unsere Arbeit optimieren können, in welche Richtungen wir die Kommunikation ausbauen sollten. Aber vor allem haben wir einen unglaublich großen Rückhalt in jedem einzelnen Gespräch für die Initiative gespürt. Genau darauf bauen wir auf und werden unsere Arbeit weiter fortsetzen. Ein großes Dankeschön geht an alle Organisatoren der Abende sowie an alle Teilnehmer. Gemeinsam können wir zu unserem Wappen zurückkehren!
Das wichtige Thema der Kommunikation innerhalb der Fangemeinde des VfB Stuttgart wurde angegangen und soll damit auf keinen Fall beendet sein. Die vier bisherigen Veranstaltungen können und werden nur der Grundstock gewesen sein. Falls Ihr und Euer OFC Interesse habt weitere Infos zu „Pro altes VfB-Wappen“ zu erhalten oder Ihr selbst auch einen Diskussionsabend mit uns durchführen wollt, seid Ihr herzlich eingeladen auf uns zuzukommen. Sprecht uns im Stadion im Fanstand an oder schreibt uns eine E-Mail an info@pro-altes-vfb-wappen.de. Bei dieser Mailadresse sind natürlich auch Eure Fragen, Anregungen und Anmerkungen gern gesehen. Gemeinsam können wir etwas für die Initiative bewegen!
Zum Abschluss des Rückblicks werfen wir auch noch einen kurzen Blick auf die letzten Bundesligaspiele zurück. Am vorvergangenen Freitag stand das Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern an. Die Pfälzer sind sicher einer der ganz großen Traditionsvereine und zeigen dies durch ihr Verhalten auch immer wieder. So kehrten die Lauterer in der Sommerpause 2010 zu einem traditionellen Wappen zurück und auch der Stadionname lautet trotz vieler Angebote von Firmen weiterhin „Fritz-Walter-Stadion“, in Hommage an einen der größten deutschen Fußballer aller Zeiten. Der 1.FCK kann für den VfB Stuttgart mit Sicherheit ein Vorbild sein, wie man sich zur Tradition bekennt – gerade in Zeiten der Hoffenheims, RB Leipzigs usw. Dies wird in Kaiserslautern konsequent durchgezogen und die Fangemeinde dankt es. Aus diesem Grund zeigten wir ein unterstützendes Spruchband mit der Aufschrift „Fritz-Walter-Stadion, das alte VfB-Wappen – Größen, die es zu schützen gilt“. Auch die Unterschriftensammlung wurde natürlich weiter fortgesetzt. 1302 Unterschriften kamen zusammen und brachten uns ein gutes Stück näher an die 25.000! Beim Spiel in Hoffenheim war aufgrund der beschissenen Freitagsterminierung wieder nur ein eingeschränktes Sammeln möglich. Die Unterschriften waren bei Redaktionsschluss noch nicht ausgezählt, werden aber natürlich mit denen vom Nürnberg-Heimspiel zusammen auf der Homepage www.pro-altes-vfb-wappen.de aufgeführt. Wir sind guter Dinge, dass wir die 100% unseres Zieles bald erreicht haben.

Das wars von uns für heute,
Eure Initiative „Pro altes VfB-Wappen“

Kurze Erinnerung

09. März 2012

Diesen Samstag, den 10.03. findet die große Abschlussveranstaltung in Stuttgart-Bad Cannstatt im Vereinsheim des Stuttgarter Sportclubs (SSC) statt. Start ist 19:00Uhr, für alle die nicht genau wissen wo:

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Talstraße 210-212
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

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Bitte nehmt Euch die Zeit und diskutiert mit!

Wir freuen uns auf Euch, bis Samstag.

Rückblick auf die letzten Wochen im Zeichen des alten VfB-Wappens

24. Februar 2012

Hallo Freunde der Tradition,

wieder sind seit dem letzten Heimspiel zwei Wochen vergangen und somit ist es an der Zeit Euch einen erneuten Rückblick auf die letzten Ereignisse zu geben.

Am Freitag, den 10.02. sollte die erste Diskussionsrunde zum alten Wappen in Biberach starten. Hochmotiviert wühlten wir uns durch Schnee- und Stauchaos, um dann vor Ort doch eine Enttäuschung zu erleben. Wenig Interessierte hatten sich verirrt, wir machten aus dem Abend dann doch noch das Beste und hielten trotz allem den Vortrag. Schade, aber dennoch für uns der Anreiz weiter für die Veranstaltungen zu werben.

Weiter ging es am Tag darauf mit dem Heimspiel gegen Hertha. Eisige Kälte, nicht einmal 40.000 Zuschauer im Neckarstadion.. Wahrlich keine guten Voraussetzungen für unsere diesmal 25 Sammler. Aufgewärmt mit Glühwein wurde dann doch ein erfolgreiches Ergebnis erzielt und immer 1260 neue Unterschriften konnten wir verbuchen.

Unter der Woche gab es dann die nächste Diskussions-Runde. Diesmal verschlug es uns nach Leingarten. Auch hier blieb der Andrang leider überschaubar. Dennoch entwickelte sich eine interessante und fruchtbare Diskussionsrunde. Wir hoffen, dass die Beteiligten ihr Kommen nicht bereut haben!

Am vergangenen Sonntag ging es dann wieder einmal auf die Reise nach Hannover. Für uns war es ein besonderes Spiel, sollte doch wieder eine spezielle Aktion im Zeichen des traditionellen Wappens stehen. Neben zig unterschiedlichen Fahnen und einem Banner wurden auch 500 Pappwappen mit dem alten Logo des VfB Stuttgart erstellt.  Unter dem Motto „Ein Zeichen von Tradition und Geschichte“ wurden die alten Wappen im Block in der Form des Wappens verteilt, rundherum wurden zig Brustringfahnen geschwenkt. Die Aktion klappte relativ reibungslos und gab ein schönes Bild. Getrübt leider nur dadurch, dass im unteren Bereich wenige Fahnen geschwenkt wurden.

Trotz der intensiven Vorbereitung gingen wir natürlich auch in Hannover auf die Jagd nach neuen Unterschriften. Auch hier wurden wir positiv überrascht. Über 500 Personen sprachen sich mit ihrem Namen für das alte Wappen aus. Somit sind wir nach aktuellem Stand schon bei über 78% der 25.000 Unterschriften. Ein Dank geht an dieser Stelle auch an den hannoverschen Ordnungsdienst. Nachdem beim Spiel in Leverkusen ziemlich viele Steine in den Weg gelegt wurden, gab es vom hiesigen Ordnungsdienst Zustimmung und Unterstützung in jeglicher Hinsicht für die Initiative.

Für den heutigen Samstag kann das Ziel nur lauten die 20.000 Unterschriften voll zu machen. Gelingt dies, wäre das ein weiteres deutliches Zeichen im Kampf um das alte Wappen. Wir geben weiter unser bestes. Unterstütz uns weiter, macht die Aktion weiter publik!

In den kommenden Wochen stehen dann die zwei weiteren Veranstaltungen unserer Diskussionsrunden an. Nach dem eher überschaubaren Besuch der ersten Diskussionsrunden hoffen wir diesmal auf eine stärkere Beteiligung und einer guten und sinnvollen Diskussion. Schaut vorbei, nehmt was mit und nutzt die Chance mit uns in Kontakt zu kommen. Anbei findet Ihr die anderen beiden Termine:

Region Schwäbisch Hall
Freitag, den 02. März 2012          19:30 Uhr
Sports Bar SpacsRudolf-Then-Straße 38
74544 Michelbach a.d.B.

Region Stuttgart/Esslingen – Große Abschluss-Veranstaltung
Samstag, den 10. März 2012     19:00 Uhr
Vereinsheim des SSC Stuttgarter Sportclub
Talstraße 210-212
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Notiert Euch die Termine und schaut doch in Eurer Region vorbei!

Für heute wars das von uns, wir lesen uns beim nächsten Heimspiel wieder!

Eure Initiative Pro altes VfB-Wappen

Kurze Erinnerung

15. Februar 2012

Morgen (Donnerstag 16.02.2012) sind wir auf der zweiten Tour unserer Diskussionsrunde. Dieses Mal sind wir in der Region Heilbronn / Unterland zu Gast. Die Veranstaltung findet im Café Bistro Waldheim, Egarten 1 in 74211 Leingarten statt. Beginn ist um 19:00 Uhr. Schaut vorbei, diskutiert mit, gebt uns Anregungen mit auf den Weg und werdet Eure Fragen los. Wir freuen uns auf Euch, bis morgen!

Rückblick letzte Spiele

13. Februar 2012

Nach einem Monat Winterpause ging es an einem kalten Samstagmorgen Richtung Schalke. Die Zielsetzung war nach einem Monat Kraft tanken und ausruhen klar: alle Kräfte bündeln, um möglichst bald die 25.000 Unterschriften für das alte VfB-Wappen zusammenzuhaben! Doch der Vorsatz musste schnell ad acta gelegt werden. Zum wiederholten Male in dieser Saison kamen wir aufgrund diverser Staus erst knapp vor Spielbeginn an. Dazu machten uns das Wetter mit stürmischem Regen und eisigem Wind und die mal wieder elendig lange andauernden Kontrollen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. In der Halbzeitpause war ein Sammeln wegen des vollkommen überfüllten Blocks auch nicht möglich. Ein in jeglicher Hinsicht beschissener Tag für uns, die Leistung auf dem Rasen setze dem Ganzen die Krone auf.

Sportlich ging das Desaster in der darauffolgenden Woche weiter. Gegen eine stark aufspielende Fohlenelf aus Mönchengladbach setzte es eine 0:3 Klatsche. Dazu gab es die traurigen Ereignisse mit dem Tod eines VfB-Fans. Auch die Initiative möchte an dieser Stelle allen Angehörigen aufrichtiges Beileid aussprechen!

Wenigstens einen positiven Aspekt konnten wir dann doch mitnehmen. Die Unterschriften flogen uns zu und so konnte zum wiederholten Male bei einem Heimspiel die vierstellige Zahl übertroffen werden. 1330 Personen unterschrieben an diesem Tag schlussendlich für das alte, traditionelle VfB-Wappen. Dem Ziel also wieder einen Stückchen näher.

Das nächste Auswärtsspiel führte dann nach Leverkusen. Zwischenstopp in Düsseldorf und im Anschluss mit der Stuttgart Fanszene von dort per Schiff in die Pillenstadt. Auf dem Schiff war das Sammeln erschwert, ein Großteil der Mitfahrenden hatte längst für das alte Wappen unterschrieben. In Leverkusen kam es dann zu einigem Stress mit der Ordnerschaft. Zunächst hatte der Bayer Leverkusen das Sammeln nur außerhalb des Stadions erlaubt. Nach Beendigung der Sammelaktion bei eisiger Kälte hatten dann die Ordner ihren großen Auftritt. Angebliche DFL Regularien wurden angeführt und die Folge sollte sein, dass die Unterschriften Listen samt Kugelschreibern im Mülleimer landen. Mal wieder werden Fallstricke in den Weg gelegt, um Fans zu schikanieren. Da man das ja aber nun schon gewohnt ist kam es zu einigen Diskussionen. Das Ende vom Lied war, dass die Unterschriftenlisten mit rein durften, die Kugelschreiber aber auf gar keinen Fall. Wer kennt nicht all die Geschichten der Horroranschläge die mit diesem Schreibgerät durchgeführt wurden. Es ist einfach nur noch erbärmlich was da so vor sich geht.

Am vergangenen Mittwoch gabs im Neckarstadion mal wieder ein Pokalspiel gegen Bayern München. Die Niederlage war eigentlich schon von Beginn an klar. Keine Gegenwehr auf dem Feld und ein völlig verdientes Ausscheiden. Neben dem Feld kamen dafür knapp 800 Unterschriften zusammen. Wenigstens etwas.

Am heutigen Spieltag gegen Berlin sind wir natürlich auch wieder mit unseren Sammelteams unterwegs. Cannstatter Kurve, Palm Beach, Mercedesstr. und die Gegengerade sind das heutige Ziel. Nach aktuellem Stand sind wir bei 70,6% der 25.000 Unterschriften. Natürlich wollen wir

bald möglichst auf die 100% kommen, da sind wir weiterhin auf Euch angewiesen. Macht die Initiative publik und sammelt selbst Unterschriften. Werdet aktiv, werbt bei Euren Freunden und in Eurem Fanclub und bringt die Argumente für das traditionelle Wappen. Gemeinsam können wir es schaffen!
Eure Initiative Pro altes VfB Wappen

Informationsveranstaltungen der Initiative Pro altes VfB-Wappen

31. Januar 2012

Liebe Freunde des roten Brustrings, liebe Fangemeinde des VfB Stuttgart,

beim Bundesliga-Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Bayer Leverkusen in der Hinrunde der Saison 2010/2011 fiel der offizielle Startschuss für die Initiative „Pro altes VfB-Wappen“. In den 15 Monaten, die seither vergangen sind, ist viel passiert. Die Initiatoren der Kampagne investierten viel Kraft und Arbeit und wurden dafür durch die Sympathie und den Enthusiasmus vieler motivierter Unterstützer des Projektes entlohnt. Sicher darf man die schwierige Anfangszeit der Kampagne nicht vergessen, die von der sportlich verkorksten Hinrunde der Saison 2010/2011 überschattet wurde. Um die Kräfte für das wichtige Ziel „Nichtabstieg“ zu bündeln, wurde die Initiative im Frühjahr 2011 sogar kurzfristig ausgesetzt. Dann aber schafften wir es, im Sommer 2011 voll durchzustarten: Beim ersten Heimspiel in der neuen Cannstatter Kurve gaben wir das Ziel aus, in der laufenden Saison insgesamt 25.000 Unterschriften für das traditionelle VfB-Wappen sammeln zu wollen. Und die große, vielschichtige VfB-Familie ließ sich von uns mitreißen: Tausende von Gesprächen haben wir im Umfeld der Heim- und Auswärtsspiele des VfB in der zweiten Jahreshälfte 2011 geführt, in Tausende vor Begeisterung leuchtende Augen durften wir blicken. Immer spürten wir: Unsere Kampagne trifft den Nerv der VfB-Anhänger! Insgesamt 15.000 Unterschriften konnten wir so zwischen Juli und Dezember 2011 sammeln. Sie alle zeigen, dass der Wille und Wunsch vorhanden ist, unserem Verein wieder ein Stück seiner Geschichte auf die Brust zu brennen – das alte, traditionsbehaftete Wappen soll zurückkehren und dann für immer bleiben!
Die vergangenen Monate haben aber auch gezeigt, dass unser gemeinsames Ziel eben auch nur gemeinsam erreicht werden kann! Von Anfang an hat sich die Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ vor allem als Kommunikations-Plattform verstanden, die jeden einbeziehen will, der sich mit der Idee identifizieren kann, dass das VfB-Wappen wieder in altem Glanze erstrahlt. Auch gegenüber dem Verein und kritischen Stimmen sind wir stets offen gewesen – und werden das selbstverständlich auch weiterhin bleiben. Das Jahr 2012 wird nun ein entscheidendes Jahr für unsere Initiative werden. Wir wollen unser Ziel erreichen und wir wollen euch alle, die ihr euch von unserer Idee angesprochen fühlt, noch stärker mit einbeziehen. Daher möchten wir euch zu Informations-Abenden mit offenen Diskussionsrunden einladen, bei denen wir euch über die Initiative, ihre Aktionen und Erfolge sowie die weiteren Planungen informieren möchten. Dies ist eure Chance, die Leute hinter der Kampagne und die Grundideen unserer Initiative noch besser kennen zu lernen. Es ist aber auch die Chance, euch selbst einzubringen: Ihr könnt all eure Anliegen, die die Initiative betreffen, vorbringen, alle Fragen stellen, die euch auf dem Herzen liegen und davon erzählen, was euch mit dem traditionellen Wappen verbindet! Auf diese Abende freuen wir uns sehr und hoffen, dass möglichst viele von euch Lust und Zeit haben, die Initiative noch besser kennen zu lernen! Macht auch in eurem Umfeld Werbung für diese Abende! Jeder, der weiß-rotes Blut in sich trägt, ist eingeladen – und gerade diejenigen, die bisher noch nicht unterschrieben haben und noch viele Fragen stellen möchten, sind herzlich willkommen!
Zur einfacheren Organisation und damit wirklich alle Interessierten die Chance haben, ihre Meinung einzubringen und Neues über die Aktion „Pro altes VfB-Wappen“ zu erfahren, werden wir die Veranstaltungen in verschiedenen Orten durchführen. Wir haben uns dabei entschieden, mit großen und aktiven VfB-Fanclubs aus verschiedenen Regionen Württembergs zusammen zu arbeiten und möchten uns an dieser Stelle schon einmal für die sehr gute Kooperation bedanken. Die Termine sind die Folgenden:

Region Oberschwaben
Freitag, 10. Februar 2012    19:30 Uhr
Vereinsheim des OFC Highlander
Felsenrain 5
88400 Ringschnait

Region Heilbronn/Unterland
Donnerstag, den 16. Februar 2012    19:00 Uhr
Café Bistro Waldheim (Inhaber: Familie Schwarzer)
Egarten 1
74211 Leingarten

Region Stuttgart/Esslingen – Große Abschluss-Veranstaltung
Samstag, den 10. März 2012     19:00 Uhr
Vereinsheim des SSC Stuttgarter Sportclub
Talstraße 210-212
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

ACHTUNG: Anfang März wird es voraussichtlich noch eine weitere Veranstaltung in Schwäbisch Hall oder Umgebung geben! Aktuelle Informationen dazu findet ihr auf unserer Homepage www.pro-altes-vfb-wappen.de, die auch sonst reichhaltige Informationen zur Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ bietet. Vorbeisurfen lohnt sich!

Wir freuen uns interessante und fruchtbare Diskussionen und hoffen, dass wir eine Vielzahl alter und neuer Unterstützer bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen!

GEMEINSAM KOMMEN WIR ANS ZIEL! EIN VEREIN – EINE GESCHICHTE – EIN WAPPEN!
Eure Initiative „Pro altes VfB-Wappen“

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Rückblick

30. Dezember 2011

Hallo Freunde der Tradition, liebe Anhänger des VfB Stuttgart!

Nachdem die Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ beim Heimspiel gegen den FC Augsburg das erste Etappenziel erreicht hatte und stolz auf 10.000 gesammelte Unterschriften von Brustring-Liebhabern blicken konnte, konnte die Anzahl der Unterschriften beim Gastspiel in Bremen noch einmal um 400 gesteigert werden. Damit war das Ziel für die folgenden Heimspiel ganz klar: Es hieß, die 12.500-Unterschriften-Marke zu erreichen!

Hoch motiviert ging man daher auch am ersten Dezember-Wochenende beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln ans Werk. Trotz des wahrhaft schlechten Wetters (starker Wind und Regen) postierten sich unsere Sammlerinnen und Sammler an den bekannten Punkten im Umkreis des Neckarstadions. Dabei legten wir bei diesem Spiel den Fokus auf die Mercedesstraße, die Gegengerade, die Treppen vor dem „Palm Beach“ und natürlich unsere Cannstatter Kurve. Ursprünglich war geplant gewesen heute auch die Untertürkheimer Kurve in unsere Aktionen mit einzubeziehen, doch mussten wir darauf aufgrund logistischer Probleme und der alljährlichen Geißbock-Invasion leider verzichten. Dafür konnten wir optisch neue Akzente setzen: Die Standpunkte unserer Sammelteams wurden nämlich mittels eigens angefertigter Schilder gekennzeichnet, auf denen das traditionelle Wappen des VfB nebst einem Verweis auf die Homepage unserer Initiative (www.pro-altes-vfb-wappen.de) zu erkennen war. Es ist wohl nicht zu viel gesagt, wenn wir behaupten, dass sich die wunderschönen Farben unseres traditionellen Wappens heute als leuchtender Widerpart des trostlosen Wetters zeigten! Die magische Anziehungskraft unseres Symbols ließ sich dann auch an den Reaktionen der Leute, die die Wappen erblickten, erkennen: Groß und Klein erfreuten sich daran und unsere Sammel-Stationen wurden an diesem Tag zu einem echten „Hingucker“!
Aufgrund dieser positiven Reaktion waren die Initiatoren der Initiative „Pro Altes VfB-Wappen“ natürlich gespannt darauf, wie sich das Ganze in Zahlen ausdrücken würde. Letztlich hatten wir 800 Unterschriften gesammelt. Das Etappen-Ziel von 12.500 Unterschriften wurde damit zwar klar verfehlt, doch konnte in vielen Gesprächen herausgehört werden, dass die Begeisterung für unseren Traum, dass traditionelle Wappen des VfB zurückzugewinnen, auf Seiten der VfB-Anhänger ungebrochen ist – nur haben sehr viele eben schon unterschrieben. Für diese Unterstützung und dieses Vertrauen möchten wir uns herzlich bedanken! Und wir sind sicher: In den nächsten Wochen wird es noch viele positive Erlebnisse mit „Pro altes VfB-Wappen“ gebe. Ein kleiner Rückschlag hält uns nicht auf!
Die gleiche Aufmunterung kann man an die Mannschaft weitergeben, deren Bemühungen auf dem Platz heute nicht belohnt wurden. Seit 1995 wartet man nun schon auf einen Heimsieg gegen die Jungs aus der Domstadt. Damals gewann man 4:0 und das Trikot wurde vom traditionellen Wappen des VfB geziert. Hoffen wir, dass das nächste Heimspiel gegen Köln gewonnen werden kann – und dann auch wieder das einzig wahre Wappen unseres Vereins die Trikots der VfB-Spieler schmückt!

Schon 8 Tage später empfingen wir den FC Bayern München im Neckarstadion. Die Ziele für das Spiel gegen Ulis Würstchen waren hoch gesteckt: Auf dem Rasen sollten 3 Punkte eingefahren werden und die Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ wollte die magische Grenze von 12.500 Unterschriften überschreiten. Klar war von Anfang an, dass dieses Unterfangen massiv durch die Anhänger des Münchner Schickimicki-Vereins unterhöhlt werden würde, verteilen sich diese doch traditionelle im ganzen Stadion. Nichtsdestotrotz zeigten sich unsere Sammlerinnen und Sammler hoch motiviert – und trafen damit scheinbar genau den Nerv der schwäbischen Fangemeinde. Heute zeitigte unsere neue Strategie mit den deutlich markierten Sammel-Punkten erste Erfolge; ständig drängten neue Leute zu uns und so konnten allerorten viele gute Gespräche verzeichnet werden und auch die Kugelschreiber rasten über das Papier. Ganz Cannstatt war heiß – auf das Spiel und auf das alte Wappen! Als die Unterschrifen-Listen schließlich ausgewertet wurden, brach Euphorie aus: Es war nicht nur gelungen die 12.500-Unterschriften-Marke zu erreichen. Nein, beim Spiel gegen den Rekordmeister konnten wir auch einen Sammelrekord aufstellen: 1.800 Unterschriften wurden allein an diesem Tag gesammelt! Es zeigte sich einmal mehr: Die Fan-Gemeinde des VfB möchte ihr einzigartiges Erkennungs-Merkmal in Zukunft wieder auf dem Trikot oberhalb des Brustrings sehen! Wir alle sind verbunden durch ein gemeinsames Gefühl und einen gemeinsamen Traum! Zwei Spiele vor Beginn der Winterpause war damit schon ein großes Ziel erreicht, doch wächst man ja bekanntlich mit neuen Herausforderungen – jetzt ist der Weg zu den 25.000 Unterschriften frei!

Doch wurde zunächst einmal die Marke von 15.000 Unterschriften angepeilt, die es bis zur Winterpause noch zu erreichen galt. Den Auftakt machte dabei das letzte Spiel der Bundesliga-Hinrunde auswärts beim VfL Wolfsburg. Dort wurden unsere Sammel-Bemühungen vor allem durch die mangelnde Kooperations-Bereitschaft der Wolfsburger Verantwortlichen gehemmt. Zunächst war es uns nämlich nicht gestattet, hinter dem Einlass oder im direkten Umfeld davor zu sammeln, wodurch es natürlich schwierig war, mit VfB-Fans überhaupt in Kontakt zu kommen und sie von unserer Initiative zu überzeugen. Nach langwierigen Verhandlungen durften wir allerdings doch noch hinter dem Einlass sammeln – unsere Pappwappen mussten allerdings draußen bleiben. Dennoch hatte die Veränderung der Sammelposition positive Auswirkungen und mit der Zeit läpperte sich eine gewisse Anzahl von Unterschriften zusammen. So konnten an diesem Tag trotz der misslichen Umstände zumindest 200 Unterschriften gesammelt werden.
Gespannt waren wir auch, wie sich in Wolfsburg der Kampf um das traditionelle Wappen entwickelt hat. Bekanntlich setzt sich die Fanszene des VfL ebenfalls für die Rücknahme von Veränderungen am Symbol ihres Vereins ein. Nach Aussage von verschiedenen Wolfsburgern hat es wohl auch eine Demonstration für das alte Wappen gegeben, heute allerdings konnte man im Gästebereich nichts von solcherlei Bemühungen der Heimseite mitbekommen. Hoffen wir, dass der Kampf dort noch nicht aufgegeben wurde – Wappen sind einzigartige Merkmale von Vereinen, dass darf man auch bei VW niemals vergessen!

Nachdem es in den letzten Spielen der Hinrunde sportlich nur sehr mäßig gelaufen war und der Blick sich langsam schon wieder gen Tabellenkeller richtete, war man froh, dass die Bundesliga nun erst einmal Pause machte. Doch das DFB-Pokal-Spiel daheim gegen den Hamburger SV wollte man nach allen Regeln der Kunst in einen glanzvollen Jahresabschluss verwandeln. Die Norddeutschen sollten mit einer Niederlage nach Hause geschickt werden und die Initiative „Pro Altes VfB-Wappen“ sollte die 15.000er-Marke überspringen. Ein Erfolg, den sich im Sommer wohl nur die kühnsten Optimisten vorstellen konnten!
Vor dem Spiel fehlten allerdings noch 1.181 Unterschriften, um die Zielmarke von 15.000 zu erreichen. Umso motivierter waren allerdings die Sammlerinnen und Sammler, schließlich konnte man heute auch VfB-Anhänger ansprechen, die in der Bundesliga bisher noch nicht zum Zuge gekommen waren. Allerdings hat so ein Abendspiel im Winter auch seine Tücken: Es ist kalt und jeder hetzt zu seinem Platz im Stadion… Dennoch gelang es unseren Teams die Leute zu bremsen und auf unser Anliegen aufmerksam zu machen. Und siehe da: Für eine Unterschrift fanden die meisten dann doch Zeit! Es zeigt sich: Es ist immer gut, ein großes Ziel zu haben und bereit zu sein, für das Erreichen dieses Zieles alles zu geben, dann kann man auch viele andere mit dieser Begeisterung anstecken!
Insgesamt konnten an diesem Abend 1.600 Unterschriften gesammelt werden. Als dieses Ergebnis bekannt wurde, lagen sich die Sammlerinnen und Sammler sowie die übrigen Initiatoren der Aktion „Pro altes VfB-Wappen“ jubelnd in den Armen. 15.300 Unterschriften konnten in insgesamt 14 Spielen trotz aller Widrigkeiten gesammelt werden! Dies hätten wir allein allerdings niemals schaffen können, unser Dank richtet sich daher an die vielen, vielen Leute, die Gespräche mit uns geführt haben, uns e-Mails geschrieben haben, Flyer gelesen und verteilt haben, in ihrem Umfeld auf die Aktion aufmerksam gemacht haben, unsere Homepage besucht haben und vor allem für unser gemeinsames Ziel unterschrieben haben! 15.300 Unterschriften sind erreicht. Sie alle stehen für unser Motto: Ein Verein – Eine Geschichte – Ein Wappen!

Nun haben die Sammler in der Winterpause erst einmal Urlaub. Aber in ein paar Wochen, wenn der Ball auf Schalke wieder rollt, werden sie wieder da sein und euch davon überzeugen, dass es sich lohnt, für dieses wunderschöne Wappen zu unterschreiben!

Alle gemeinsam zum traditionellen VfB-Wappen! Gemeinsam schaffen wir es!

Wir von der Initiative „Pro altes VfB-Wappen“ blicken auf ein erfolgreiches Halbjahr zurück und wünschen allen VfB-Fans einen guten und gesunden Start ins neue Jahr!